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26.06.2011

Die Technik von equine fineart Bildern – Detailausschnitte und schwarzer Hintergrund Teil 2

 

Nachdem wir vor ein paar Tagen schon mal einen Beitrag zum Thema Detailausschnitte und schwarzer Hintergrund gemacht hatten, möchten wir aus gegebenem Anlass nochmal ein paar Beispiele zum Thema machen. Dafür haben wir einen Schnappschuss, aufgenommen an einem sonnigen Tag mit einer gewöhnlichen Canon Spiegelreflexkamera, genommen und diesen mal auf die Schnelle so bearbeitet wie es viele “Pferdefotografen” anbieten um eine Studioatmosphäre zu simulieren.

Viele “Pferdefotografen” rühmen sich ja immer mal wieder, dass sie Pferde “unter Studiolichtbedingungen” für unter 50 Euro fotografieren können. Exclusivität und Perfektion hat aber seinen Preis. Man bekommt ja auch kein Paar Louboutin Pumps für 50 Euro. Qualität hat ihren Preis.

Deshalb haben wir mal ein Bild eines jungen Friesen beim Kompliment gegenübergestellt, welches wir mit unserer Hasselblad an einem düsteren Tag vor einigen Jahren in einer dunklen Reithalle aufgenommen hatten. Die Königsdisziplin ist es ein schwarzes Pferd vor schwarzen Hintergrund zu stellen. Denn nur mit echtem Kunstlicht bekommt man diese Aufgabe gelöst, nur mit Kunstlicht bekommt man das Pferd so plastisch dargestellt, dass man das Gefühl hat man kann es aus dem Bild heraus anfassen.

Auf den Bildern in der obigen Slideshow zum Beitrag könnt ihr die Bilder gut vergleichen. (Bitte die Bilder in der Galerie direkt anklicken, dann kann man sie komplett mit den Erläuterungen sehen) Ganz deutlich sieht man auf dem Schnappschuss, dass das wunderbar bemuskelte Pferd zwar wunderschön gesund glänzt, aber dass es nicht plastisch ist. Das Licht ist platt. Darüber hinaus sind die Bearbeitungsspuren dramatisch. Der Schweif ist nur zur Hälfte sichtbar. Man sieht deutlich wie das Bild nachträglich geschwärzt wurde und es wirkt dadurch einfach nicht echt. Des Weiteren sieht man im Ausschnitt wie schlecht die Qualität ist. Ein Ausdruck auf 1,50m wäre bei diesem Bild nicht möglich, nicht ein mal, wenn man einen gewissen Qualitätsverlust und Pixeligkeit in Kauf nehmen würde. Das andere Friesenbild hingegen, zeigt selbst bei dem Ausschnitt des Schweifs keinen Detailverlust. Man kann die einzelnen Schweifhaare förmlich zählen. Dieses Bild kann man sich getrost auf über ein Meter ausdrucken lassen und dann erst recht den Detailreichtum bewundern.


09.06.2011

Pferde und Blitzlicht

Wir werden häufig gefragt wie Pferde auf unsere portablen / mobilen Blitzgeräte bzw. auf die Blitze generell reagieren oder ob es sie irgendwie verängstigt oder nervös macht. Auch wir waren anfangs skeptisch wie sich unsere Elinchrom Ranger / Portys mit den Pferden vertragen. Der Selbstversuch wurde mit unserem sehr sensiblen Englischen Vollblut gestartet. Dieses Englische Vollblut, das eigentlich vor allem Angst hat, war spätestens nach dem dritten oder vierten Auslösen des Blitzes eher gelangweilt und wir waren mehr damit beschäftigt ihn zu einem halbwegs wachen Blick zu bewegen. Mittlerweile kann man ihn für Testzwecke sogar vollkommen frei zwischen den Blitzköpfen positionieren.

Ähnlich war es mit ALLEN anderen Pferden…es gab kein einziges, welches den Blitzen länger als 5 min mehr Beachtung als nötig geschenkt hat. Und wir hatten viele Pferde schon frei vor der Kamera, Reiter ohne Sattel auf dem Pferd und nur mit einem Halsring sowie wagemutige Mädchen barfuß mit bodenlangen Kleidern mitten im Wald.  Viel interessanter waren da so manches Mal unsere großen Schirme, die wir hin und wieder benutzen.

Oft war sogar das genaue Gegenteil zu beobachten. Viele Pferde haben bald realisiert, dass nur sie im Mittelpunkt stehen. Konnten sie steigen, sind Sie noch viel steiler gestiegen. Waren sie sonst eher unfotogen, so blühten sie vor unseren Blitzen regelrecht auf und haben das Rampenlicht im wahrsten Sinne genossen.

Der Einsatz von Kunstlicht eröffnet einfach so viele Möglichkeiten Licht zu nutzen und Pferd und Reiter in Szene zu setzen.